
12. Mai 2012, Ramones Museum, Berlin
Franz Nicolay
Franz Nicolay im Ramones Museum Berlin, nah dran, konzentriert und mit der besonderen Intensität eines Künstlers, der große Geschichten auch ohne große Bühne erzählen kann. Der Abend am 12. Mai 2012 verband seine markante Stimme, Klavier, Akkordeon und den rauen Charme eines intimen Clubkonzerts.
Zwischen Punk-Historie an den Wänden und direkter Nähe zum Publikum entstand eine Atmosphäre, die perfekt zu Nicolays eigenwilligem Songwriting passte: literarisch, melancholisch, kämpferisch und immer mit einem Fuß im Underground.
24 Bilder
Über die Band Franz Nicolay
Franz Nicolay ist ein US-amerikanischer Sänger, Songwriter, Autor und Multiinstrumentalist, der vor allem für seine Arbeit an Akkordeon, Keyboard und Klavier bekannt wurde. Viele Punk- und Indie-Fans kennen ihn als früheres Mitglied von The Hold Steady, deren hymnischer Rock durch seine Orgel- und Piano-Arrangements entscheidend mitgeprägt wurde. Zuvor und parallel spielte er unter anderem bei The World/Inferno Friendship Society, einer Band, die Punk, Cabaret, Folk und Theater zu einem wilden Gesamtkonzept verband.
Als Solokünstler zeigt Nicolay eine andere, persönlichere Seite. Seine Songs bewegen sich zwischen Folk, Americana, Punk und klassischem Singer-Songwriter-Handwerk. Alben wie Major General, Luck & Courage und Do the Struggle erzählen von Reisenden, Außenseitern, Geschichte, Politik und den kleinen Entscheidungen, aus denen ganze Leben entstehen. Seine Texte sind voller Figuren und Details, ohne dabei die emotionale Direktheit zu verlieren.
Live ist Franz Nicolay besonders, weil er die Energie seiner Punk-Vergangenheit mit der Präzision eines Geschichtenerzählers verbindet. Ein Solo-Set kann dabei ebenso eindringlich wirken wie ein voller Bandauftritt: reduziert in der Besetzung, aber groß in den Bildern, die seine Songs im Kopf erzeugen.
- Ehemaliges Mitglied von The Hold Steady
- Spielte bei The World/Inferno Friendship Society
- Multiinstrumentalist mit Fokus auf Akkordeon, Klavier und Keyboard
- Solowerk zwischen Folk, Punk, Americana und literarischem Songwriting