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SimonThePhotographer

Über mich

Zwischen Bühne und Crowd, seit über 20 Jahren dokumentiere ich Live-Momente, die sonst nur im Erinnerungsvermögen der Fans existieren.

Musik sichtbar machen

Ich bin Simon Pokorny, Konzert- und Musikfotograf aus Berlin. Seit über zwei Jahrzehnten fotografiere ich Bands, Konzerte, Tourneen und Festivals... immer möglichst nah an der Bühne, direkt am Geschehen und mit einem klaren Ziel: Ich möchte nicht nur zeigen, wie ein Konzert ausgesehen hat. Meine Bilder sollen die Energie der Show, die Nähe zu den Musikern und die Verbundenheit zwischen Band und Publikum wieder spürbar machen.

Ich kann kein Instrument spielen. Also habe ich einen anderen Weg gefunden, Musik erlebbar zu machen.

Von der Dunkelkammer in den Fotograben

Meine Begeisterung für Fotografie begann schon in meiner Kindheit. Mein Großvater fotografierte öffentliche Veranstaltungen, Architektur, Landschaften und das Leben in und um Mainz. Dabei arbeitete er vor allem mit analogen Spiegelreflexkameras von Praktica und Voigtländer. Von ihm lernte ich nicht nur den Umgang mit der Kamera, sondern auch, wie Bilder in der Dunkelkammer entwickelt und analog bearbeitet werden.

Einer der prägendsten Momente war für mich ein Konzert von Freundeskreis beim „Folklore im Garten“ im Schlosspark Freudenberg in Wiesbaden-Dotzheim. Ich hatte dort als kleiner Junge mit einer alten Praktica meines Großvaters fotografiert. Später stand ich mit ihm in der Dunkelkammer und sah zu, wie die Aufnahmen langsam auf dem Fotopapier erschienen.

Musik, Bewegung und Erinnerungen wurden plötzlich sichtbar. Für mich fühlte sich das wie Magie an.

Ein Jahr später nutzte ich das Rheinland-Pfalz Open Air in Mainz, um Die Fantastischen Vier auf der Bühne zu fotografieren. Die Bilder waren damals zugegebenermaßen noch nicht besonders gut. Ich war jung, stand weit von der Bühne entfernt und musste noch sehr viel über Konzertfotografie lernen. Es dauerte einige Jahre, bis ich mit einer Akkreditierung direkt in den Fotograben durfte.

Durch meine frühe Begeisterung für Computer beschäftigte ich mich schon bald intensiv mit digitaler Bildbearbeitung. Im Jahr 2001 kaufte ich meine erste hochwertige Digitalkamera. 2003 hatte ich schließlich mit Boysetsfire und The Used erstmals richtige Rockbands vor der Linse. Neben meiner Ausbildung begann ich daraufhin immer häufiger, Konzerte zu fotografieren.

Dublin, Enter Shikari und der wirkliche Startschuss

Der eigentliche Startschuss für meine Konzertfotografie fiel für mich im März 2006. Gemeinsam mit zwei Freunden flog ich mit kleinem Gepäck und einer kleinen Kamera nach Dublin, um Enter Shikari in der Voodoo Lounge zu sehen.

Damals war die Band vor allem ein kleines MySpace-Phänomen, das in Großbritannien und Irland bereits für Aufmerksamkeit sorgte, auf dem europäischen Festland aber noch weitgehend unbekannt war. Weil wir nicht wussten, ob Enter Shikari jemals zu uns kommen würden, entschieden wir: Dann müssen wir eben zur Band.

Das Konzert war unglaublich. Nach der Show lernten wir die Band kennen, zogen gemeinsam durch Dublin und verstanden uns auf Anhieb. Es war sofort klar, dass wir uns wiedersehen würden, beim nächsten Mal mit einer größeren Kamera, besseren Bildern und hoffentlich wieder einer ebenso guten Zeit.

Aus dieser ersten Begegnung wurden weitere Shows, Festivals, Tourneen, Fahrten im Tourbus und viele besondere Erinnerungen. Enter Shikari zeigte mir, wie viel mehr Konzertfotografie sein kann als das bloße Festhalten einer Performance. Sie kann Nähe schaffen, Vertrauen aufbauen und Menschen über Jahre miteinander verbinden.

Direkt, farbig und ehrlich

Meine Bilder erkennt man vor allem an kräftigen Farben, unmittelbarer Nähe und einer direkten, ehrlichen Perspektive. Ich bin gerne ganz vorne an der Bühne und mittendrin im Geschehen. Meine Fotografie soll nicht zurückhaltend sein. Sie darf laut, lebendig und aufdringlich wirken, genau wie ein gutes Konzert.

Ich verstehe, warum viele Konzertfotografen gerne in Schwarz-Weiß arbeiten. Schwarz-Weiß kann dokumentarisch wirken, Ablenkungen reduzieren und dem Betrachter viel Raum für die eigene Vorstellung lassen.

Ich persönlich möchte aber die Farben sehen: das Licht, den Schweiß, die Kleidung, die Bühne und die Stimmung im Raum. Ich möchte die Band und den konkreten Moment so einfangen, dass man beim Betrachten des Bildes wieder mitten in der Show steht.

Bei Bands, die ich gut kenne oder bereits mehrfach live gesehen habe, kann ich viele besondere Situationen vorausahnen. Ich weiß häufig, wann ein Sprung kommt, wann jemand den Weg ins Publikum sucht oder an welcher Stelle sich ein Musiker gezielt zur Kamera drehen könnte.

Manchmal entstehen dabei Bilder, die sich nicht planen lassen. Bei einer Festivalshow von The Blackout entdeckte Sänger Sean Smith mich im Fotograben. Er kam direkt an die Bühnenkante, beugte sich zu mir herunter, blickte in die Kamera und zeigte den Mittelfinger. Hinter ihm spannte sich das Zeltdach über die Bühne. Es war ein kurzer, direkter Austausch zwischen Künstler und Fotograf und ein Bild, das an diesem Tag niemand sonst machen konnte. Sean und ich haben uns beide sehr darüber gefreut.

Musik hören und sehen

Ich selbst bin eher unmusikalisch und spiele kein Instrument. Auch wenn ich einmal als Triangel-Spieler mit der US-amerikanischen Band Horse the Band auf dem With Full Force und dem Groezrock auf der Bühne stehen durfte - nicht zuletzt, um an einen Bandpass und neue fotografische Perspektiven von der Bühne und aus dem Backstagebereich zu kommen.

Musik bewegt und begeistert mich trotzdem seit meiner Kindheit. Sie ist ein wichtiger Teil meines Lebens. Konzertfotografie wurde für mich zu einer Möglichkeit, die Musik, die ich liebe, nicht nur auf Platte zu hören, sondern sie auch sichtbar zu machen.

Über die Jahre durfte ich viele Bands fotografieren, darunter Enter Shikari, Blessed by a Broken Heart, Alexisonfire, Silverstein, The Last Mile, Chiodos und Parkway Drive. Eine besonders persönliche Bedeutung hat für mich Boysetsfire.

Gemeinsam mit einem guten Freund besuchte ich eines der letzten Konzerte der Band vor ihrer damaligen Auflösung. Kurz darauf verstarb er viel zu früh. Als Boysetsfire später wieder zusammenkamen und ich eine ihrer ersten Shows nach der Reunion fotografieren durfte, war dieser Moment für mich entsprechend emotional. In solchen Augenblicken wird Fotografie zu mehr als einem Auftrag. Sie verbindet Musik mit Menschen, Erinnerungen und persönlichen Geschichten.

Auf Augenhöhe mit den Bands

Am liebsten arbeite ich mit Bands, die ich bereits kenne oder die vor der Show ein paar Minuten Zeit für ein kurzes persönliches Treffen haben. Ich möchte verstehen, wer die Menschen auf der Bühne sind, wie sie miteinander umgehen und welches Gefühl sie mit ihrer Musik und ihrer Live-Performance an das Publikum weitergeben möchten.

Je besser ich die Menschen hinter der Musik kenne, desto ehrlicher kann ich sie auf der Bühne zeigen.

Meine Zusammenarbeit soll unkompliziert, respektvoll und persönlich sein. Backstage oder auf Tour geht es für mich nicht um Fan-Gehabe, Gekreische oder darum, mich selbst wichtigzumachen. Diskretion, Anstand und ein professioneller Umgang sind für mich selbstverständlich.

Ich helfe, wenn Hilfe gebraucht wird. Ich halte mich zurück, wenn ein persönlicher Moment privat bleiben soll. Und ich bin da, wenn gemeinsam gute Bilder entstehen sollen.

Viele Bands und Musiker durfte ich über Jahre hinweg immer wieder treffen. Aus einigen Kontakten sind echte Freundschaften entstanden. Manche Musiker übernachten auf Tour oder bei privaten Besuchen auch gerne bei uns in Berlin. Es ist schön, Bands wiederzusehen, gemeinsam Zeit zu verbringen und zu erleben, wie sich Menschen und Karrieren entwickeln.

Besonders beeindruckend ist es, eine Band wie Parkway Drive zunächst vor vielleicht 20 Menschen auf einer kleinen Bühne zu erleben und sie Jahre später in großen Hallen und Stadien spielen zu sehen. Genauso freue ich mich aber über Bands, deren Karriere nicht explosionsartig gewachsen ist und die trotzdem aus Liebe zur Musik und zu ihren Fans immer wieder auf Tour gehen.

Für all die Bands, Musiker, Crews und Veranstalter, die diesen Weg aus Überzeugung gehen, bin ich sehr dankbar.

Clubs, Festivals und besondere Orte

Aufgewachsen bin ich im Rhein-Main-Gebiet. Meine ersten Konzerte fotografierte ich deshalb vor allem in Mainz, Wiesbaden, Frankfurt und Darmstadt. Später kamen Shows in Mannheim, Karlsruhe, Gießen, Würzburg, Stuttgart, Köln, München, Hamburg, Berlin, Leipzig und Dresden hinzu.

Im Laufe der Jahre führte mich die Konzertfotografie außerdem unter anderem in die Niederlande, nach Belgien, England, Irland, Polen, in die USA, nach Kanada, Mexiko und Japan.

Um das Jahr 2010 zog ich nach Berlin. Heute bin ich deshalb vor allem auf Konzerten in Berlin anzutreffen, arbeite aber auch besonders gerne in Hamburg und bin grundsätzlich für Aufträge an anderen Orten offen.

Neben einzelnen Clubshows haben mich Festivals immer fasziniert. Dem Groezrock Festival in Belgien trauere ich bis heute ein wenig hinterher. Auch die Vans Warped Tour war für mich etwas Besonderes: viele großartige Bands, ein erschwinglicher Eintrittspreis und die Möglichkeit für Fans, an einem Tag neue Musik zu entdecken, die sie sich bei einzelnen Konzerten vielleicht nicht hätten leisten können.

Die Atmosphäre erinnerte zwar manchmal an einen riesigen Supermarktparkplatz ohne Schatten - aber genau das gehörte irgendwie dazu.

Wer in Deutschland ein ehrliches, liebevoll organisiertes Festival mit guter Stimmung sucht, sollte sich das Traffic Jam Open Air in Dieburg ansehen. Das Festival wird seit vielen Jahren mit viel Herzblut veranstaltet, und ich hoffe sehr, dass es noch lange in dieser Form bestehen bleibt.

Erfahrung aus Fotografie, Gestaltung und Medien

Ich bin gelernter Buchbinder und ausgebildeter Mediengestalter im Bereich Nonprint mit dem Schwerpunkt Mediendesign. Dadurch bringe ich neben der Fotografie auch ein tiefes Verständnis für Gestaltung, digitale Bildbearbeitung, Druckproduktion und die Anforderungen unterschiedlicher Medien mit.

In der Vergangenheit fotografierte ich unter anderem für Presseagenturen, Musikmagazine und Online-Publikationen wie das FUZE Magazine, Uncle Sally*s, Alternative Press und VISIONS. Hinzu kamen Aufträge für Bands, Veranstalter, PR-Agenturen, Labels und Clubs.

Heute arbeite ich überwiegend direkt für Bands und Veranstalter sowie regelmäßig im Auftrag der Berliner Fotoagentur PIC ONE. Gleichzeitig bin ich immer offen für spannende Anfragen aus anderen Bereichen.

Technisch arbeite ich vor allem mit Canon-EOS-DSLRs, spiegellosen Kameras aus dem Canon-EOS-R-System sowie Fujifilm-X-Kameras und hochwertigen, lichtstarken Objektiven. Entscheidend ist für mich aber nicht das Kameramodell, sondern der Moment, der damit eingefangen wird.

So läuft eine Zusammenarbeit ab

Die Zusammenarbeit beginnt normalerweise mit einer kurzen, unkomplizierten Anfrage. Wir klären gemeinsam, welche Bilder benötigt werden, wo sie eingesetzt werden sollen und welcher Umfang für die Show oder das Projekt sinnvoll ist.

Anschließend kümmern wir uns um die Akkreditierung und treffen uns nach Möglichkeit kurz vor dem Konzert. So kann ich die Band kennenlernen, offene Fragen klären und ein Gefühl dafür bekommen, was ihr bei ihrem Auftritt besonders wichtig ist.

Wenn die Show beginnt, konzentriere ich mich vollständig auf die Musik, die Bewegung, das Licht und die entscheidenden Momente. Je nach Auftrag bearbeite ich erste Bilder direkt im Anschluss. Manchmal trifft man sich nach dem Konzert aber auch erst noch auf ein erfrischendes Getränk, bevor ich mich zeitnah an die Auswahl und Bearbeitung mache.

Danach erhält die Band oder der jeweilige Auftraggeber die fertigen Bilder in den vereinbarten Formaten und Auflösungen.

Feste Pauschalpreise gibt es dabei nicht. Der Aufwand hängt unter anderem davon ab, wofür die Bilder benötigt werden, wo und in welchem Umfang sie veröffentlicht werden sollen, wie hoch der zeitliche und organisatorische Aufwand ist, welche Reisen notwendig sind und welches Equipment für den Auftrag gebraucht wird.

Lass uns über deine Show sprechen

Mir ist wichtig, dass sich Bands und Veranstalter von Anfang an gut aufgehoben fühlen. Niemand muss bereits genau wissen, welches fotografische Paket benötigt wird oder mit einer vollständig ausgearbeiteten Idee anfragen.

Eine kurze Nachricht reicht. Danach besprechen wir gemeinsam, was zur Band, zur Show und zur geplanten Verwendung der Bilder passt.

Ich möchte Bilder schaffen, in denen ihr euch wiedererkennt - direkt, farbig, ehrlich und voller Energie.